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Direktstart und Datenordner bei Scopevisio

Ausführlichere Ergänzung zu Direktstart per Kundennummer und selbst festgelegtem Datenordner: Edge Cases, typische Probleme und Hintergründe für Support und IT-Administration.

Interne, ausführlichere Ergänzung zur Kundenseite „Scopevisio auf Citrix: Direktstart per Kundennummer & Datenordner selbst festlegen“. Ziel dieser Seite: Support in die Lage versetzen, Edge Cases bei beiden Funktionen selbst einzuordnen – ohne Entwickler-Hintergrundwissen vorauszusetzen.

Für wen ist das gedacht?

  • IT-Administratoren, die Scopevisio auf einem Citrix- oder Terminalserver bereitstellen, auf dem sich mehrere Personen gleichzeitig anmelden, und die pro Instanz ein eigenes Anwendungssymbol einrichten möchten.

  • Support-Mitarbeiter, die schnell in eine bestimmte Instanz starten möchten, ohne die Kundennummer jedes Mal erneut einzugeben.

Für die normale Installation auf einem Einzelplatz-PC braucht man keine der beiden Funktionen: dort gibt die Nutzerin oder der Nutzer die eigene Kundennummer einmalig direkt beim Anmelden im Scopevisio-Programm ein, und sie wird ab dann automatisch bei der nächsten Anmeldung vorgeschlagen.

Funktion 1: Direkt in eine bestimmte Instanz starten

Normalerweise gibt eine Nutzerin oder ein Nutzer die eigene Kundennummer einmalig direkt beim Anmelden im Scopevisio-Programm ein; sie wird danach automatisch für die nächste Anmeldung vorgeschlagen. Die Kundennummer identifiziert dabei eine einzelne Instanz – ein Kunde kann auch mehrere Instanzen haben, jede mit eigener Kundennummer.

Wenn von vornherein feststeht, welche Instanz geöffnet werden soll – etwa weil für jede Instanz ein eigenes Programmsymbol bereitgestellt wird –, kann die Kundennummer stattdessen schon beim Start des Launchers mitgegeben werden. Die manuelle Eingabe beim Anmelden entfällt dann.

Scopevisio --public-id=1234567
  • 1234567 ist die Kundennummer, wie sie auch im Kundenportal angezeigt wird.

  • Voraussetzung ist, dass der verwendete Client (die .exe unter Windows bzw. .dmg/.app unter macOS) zur richtigen Umgebung passt – der Auswahl zwischen „Standard Umgebung“ und „C5 Umgebung“, die auch beim Anmelden unter account.scopevisio.com zur Wahl steht. Das ist sichergestellt, wenn die IT-Administration den Client gezielt für diese Umgebung aus dem Kundenportal herunterlädt – die Umgebung ist dann bereits im Client hinterlegt, eine zusätzliche Angabe beim Start ist nicht nötig.

Wichtig: Wird stattdessen versehentlich der falsche Download (ein Client für eine andere Umgebung) verwendet, wird die Kundennummer dort im Regelfall gar nicht gefunden – das Programm startet dann gar nicht erst. Dabei erscheint keine verständliche Meldung für die Nutzerin oder den Nutzer, sondern nur ein technischer Fehler, der lediglich im Terminal oder in der Protokolldatei sichtbar ist. Nur falls die Kundennummer zufällig auch in der falschen Umgebung existiert, startet das Programm dort und zeigt den normalen Login; die Anmeldung schlägt dann in aller Regel fehl, weil die eigenen Zugangsdaten in dieser fremden Instanz nicht existieren.

Typischer Einsatz

  • Die IT-Administration lädt zunächst den zur Umgebung passenden Client aus dem Kundenportal herunter (siehe oben) und richtet dann für jede Instanz eine eigene Desktopverknüpfung ein, deren Ziel die Kundennummer fest enthält. Die Nutzerin oder der Nutzer klickt einfach auf das entsprechende Symbol und landet ohne weitere Auswahl direkt bei der richtigen Instanz.

  • Support-Mitarbeiter, die häufig zwischen verschiedenen Instanzen wechseln, können sich ebensolche Verknüpfungen mit der jeweiligen Kundennummer anlegen, statt sich jedes Mal erneut anzumelden.

Beispiel unter Windows: Bei einer normalen Desktopverknüpfung trägt man die Optionen im Feld „Ziel“ hinter dem Pfad zum Programm ein, z. B.:

"C:\Program Files\Scopevisio\Scopevisio.exe" --public-id=1234567

Genau dieselbe Kommandozeile wird auch für eine Citrix-veröffentlichte Anwendung hinterlegt – technisch ist das ebenfalls nur eine Verknüpfung mit fest eingetragenem Ziel, die den Nutzerinnen und Nutzern als Symbol angezeigt wird.

Beispiel unter macOS: Hier gibt es keine Verknüpfung mit Kommandozeilen-Argumenten wie unter Windows. Stattdessen kann mit dem auf jedem Mac vorinstallierten Programm „Automator“ eine kleine Anwendung erstellt werden, die beim Doppelklick genau diesen Befehl ausführt:

"/Applications/Scopevisio.app/Contents/MacOS/Scopevisio" --public-id=1234567

Diese Automator-Anwendung verhält sich für die Nutzerin oder den Nutzer wie ein ganz normales Programmsymbol zum Doppelklicken. Das ist ein Übergangsweg, bis eine richtige macOS-Entsprechung eines Windows-Verknüpfungs-Links (ein echtes Pro-Instanz-.app) verfügbar ist.

Funktion 2: Datenordner selbst festlegen

Der Launcher legt normalerweise eigene Dateien im Standard-Benutzerprofil ab (%LOCALAPPDATA%/%APPDATA% unter Windows): die Java-Laufzeitumgebung, die Programmdatei des Kunden-Clients, die Konfiguration der eingerichteten Umgebungen sowie Protokolldateien. Auf vielen Citrix-/Terminalserver-Systemen ist dieses Profil jedoch eingeschränkt, wird bei jeder Abmeldung zurückgesetzt oder liegt auf einem Netzlaufwerk mit wenig Platz – der Launcher funktioniert dort dann nicht zuverlässig oder verliert bei jeder Anmeldung seine Einstellungen.

Für solche Umgebungen kann die IT-Administration einen festen Ordner vorgeben, in dem Scopevisio stattdessen arbeitet. Das geschieht über eine einmalige, systemweite Einstellung – nicht durch die Nutzerin oder den Nutzer selbst, und nicht innerhalb der Scopevisio-Anwendung.

Die Einstellung

Die Umgebungsvariable heißt SCOPEVISIO_BASE_DIR. Ein Beispielwert:

SCOPEVISIO_BASE_DIR=D:\ScopevisioDaten\%USERNAME%

Diese eine Einstellung gilt für die gesamte Maschine und wird von der IT-Administration einmalig gesetzt – üblicherweise beim Einrichten des Servers oder Server-Abbilds, z. B. über eine Gruppenrichtlinie oder PowerShell.

Wichtig bei der Einrichtung: Wird die Variable über setx in der Eingabeaufforderung gesetzt, ersetzt cmd den Platzhalter %USERNAME% bereits beim Eintippen durch den Namen des gerade angemeldeten (administrierenden) Kontos – dann bekämen plötzlich alle Personen denselben Ordner. Die Variable sollte daher über PowerShell oder eine Gruppenrichtlinie gesetzt werden, die den Platzhalter unverändert speichert, und nach dem Setzen kontrolliert werden.

Funktioniert das automatisch für mehrere Personen?

Ja. Die IT-Administration muss die Variable nicht für jede Person einzeln setzen. Der eine oben gezeigte Wert mit dem Platzhalter %USERNAME% genügt – dieser wird bei jedem Start automatisch durch den Namen der gerade angemeldeten Person ersetzt. Meldet sich z. B. „j.mueller“ an, landen deren Daten automatisch unter D:\ScopevisioDaten\j.mueller, bei „a.schmidt“ entsprechend unter D:\ScopevisioDaten\a.schmidt – ohne weiteres Zutun der IT-Administration.

Auf einem Server, auf dem sich mehrere Personen gleichzeitig anmelden können (Citrix, Terminalserver), ist der Platzhalter zwingend erforderlich: ein für alle Personen gemeinsamer, identischer Ordner wird nicht unterstützt. Auf einem Einzelplatz-PC oder einer virtuellen Maschine, die immer nur von einer Person genutzt wird, reicht dagegen auch ein fester Pfad ohne Platzhalter, z. B. D:\ScopevisioDaten.

Anforderungen an den Ordner

  • Der Pfad muss nach dem Einsetzen des Platzhalters absolut sein (kein relativer Pfad).

  • Der Ordner muss für jede Person, die Scopevisio startet, beschreibbar sein. Ist er das nicht, startet das Programm nicht und benennt den betroffenen Ordner.

  • Auf einem Mehrpersonen-Server darf keine Person auf die Unterordner der anderen Personen zugreifen können – jede Person braucht vollen Zugriff auf den eigenen Unterordner, aber keinen auf die der anderen. Die konkrete Einrichtung solcher Berechtigungen ist eine normale Windows-Administrationsaufgabe und liegt in der Verantwortung der jeweiligen IT-Administration vor Ort.

  • Nach der Umstellung fängt Scopevisio im neuen Ordner bei null an; nichts wird automatisch aus einem bisherigen Speicherort übernommen. Der alte Ordner bleibt unangetastet, wird aber nicht mehr benutzt.

Was diese Einstellung nicht abdeckt

Eine kleine Zahl an persönlichen Einstellungen – u. a. die zuletzt verwendete Kundennummer aus dem Login (siehe Funktion 1), die Fensterposition und ggf. hinterlegte Proxy-Einstellungen – liegt weiterhin in einer kleinen Konfigurationsdatei (~/.erpclient.properties) im klassischen Benutzerprofil, unabhängig von SCOPEVISIO_BASE_DIR. Wird das Benutzerprofil selbst durch eine Citrix- oder Profilverwaltungslösung zurückgesetzt oder nicht dauerhaft gespeichert, gehen diese wenigen Einstellungen weiterhin verloren – auch wenn SCOPEVISIO_BASE_DIR korrekt eingerichtet ist.

Beide Funktionen zusammen: typisches Citrix-Setup

Im typischen Citrix-Einsatz werden beide Funktionen kombiniert:

  • Für jede Instanz gibt es eine eigene Verknüpfung mit fest hinterlegter Kundennummer (Funktion 1), damit jede Person direkt bei der richtigen Instanz landet.

  • Der Server ist so eingerichtet, dass jede angemeldete Person automatisch ihren eigenen Datenordner bekommt (Funktion 2), damit sich mehrere gleichzeitig angemeldete Personen nicht gegenseitig stören.

Eine einzelne Person kann dabei auch mehrere solcher Verknüpfungen (für verschiedene Instanzen) nutzen – die Daten der jeweiligen Instanz werden automatisch sauber voneinander getrennt, auch wenn der übergeordnete Datenordner derselbe ist. Lediglich Dinge, die zur Installation des Launchers selbst gehören (z. B. die Java-Laufzeitumgebung), werden zwischen den Instanzen derselben Person geteilt – das ist so gewollt und unproblematisch.

Typische Probleme und was sie bedeuten

Was man sieht

Mögliche Ursache

Das Programm startet gar nicht, ohne verständliche Meldung (nur im Terminal/Protokoll sichtbar)

Der falsche Download (Client für eine andere Umgebung) wurde verwendet, die Kundennummer existiert dort nicht

Die Anmeldung schlägt fehl, obwohl die Zugangsdaten eigentlich korrekt sind

Der falsche Download wurde verwendet, und die Kundennummer existiert zufällig auch in dieser (falschen) Umgebung

Zwei Personen auf demselben Server sehen dieselben (oder fehlende) Einstellungen/Daten

Der Datenordner wurde ohne Platzhalter für den Benutzernamen eingerichtet – jede Person braucht einen eigenen Ordner

Der Launcher meldet, ein vorgegebener Ordner sei nicht nutzbar oder nicht beschreibbar

Der eingerichtete Datenordner existiert nicht oder die Berechtigungen fehlen – hier ist die IT-Administration gefragt

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