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Produkte, Erlöskonten und Umsatzsteuer in der Abrechnung

Über Produktstammdaten und Kontaktstammdaten werden für abgerechnete Produkte im Verkaufsprozess Erlöskonten und Steuerschlüssel vorbelegt.

Siehe auch:

Die Erlöskontenvorbelegung kann die verschiedensten Kombinationen aus Steuersachverhalten, Erlöskonten, Steuersatzarten und Steuerschlüsseln abgebildet werden. Grenzüberschreitende Geschäfte und umsatzsteuerliche Besonderheiten sind so einfacher zu berücksichtigen.

Auch ohne tiefes Wissen um Steuerschlüssel und Erlöskonten können die Produkte so angelegt werden, dass die Abrechnung mit den gewünschten Werten erfolgt.

Einstellungen im Produktstamm

Legen Sie über Organisation > Produktverwaltung: Hinzufügen ein neues Produkt an oder bearbeiten ein bestehendes.

Die Produktart

Als erstes Kriterium wählen Sie m Geschäftsobjekt Angaben zur Ware die entsprechende Produktart aus. Zur Auswahl stehen Ware oder Material als physische Produktarten sowie Leistung oder Recht als immaterielle Produktarten.

Die Versteuerung

Als Nächstes betrachten wir das Geschäftsobjekt Versteuerung. Dort erfassen Sie produktweise die Steuersatzart als zweites Kriterium, das Land als drittes Kriterium und die Gültigkeit als viertes Kriterium.

  • Machen Sie nur Angaben, wenn diese im Inland vom Normalsatz abweichen

  • Die Angabe anderer Länder ist nur relevant, wenn Sie das Produkt dort selber umsatzversteuern.

  • Sie können auch zeitraumbezogene Angaben machen, um temporäre Besonderheiten abzubilden.

Um ein anderes Land zu wählen, muss in den Gesellschaftseinstellungen unter Einstellungen > Organisation > Aktive Gesellschaft > Gesellschaft im Bereich Umsatzsteuerdaten das andere Land aktiviert sein.

Die Standard-Erlöskonten

In der Erlöskontenvorbelegung bestimmen die vier Kriterien des Produktstamms, ergänzt durch den Steuersachverhalt des Abrechnungsbelegs die Kombination aus Erlöskonto und Steuerschlüssel.

Die individuellen Erlöskonten

  • Arbeiten Sie mit individuellen Erlöskonten, so hinterlegen Sie diese in Abhängigkeit von einem bestimmten Steuersachverhalt am jeweiligen Produkt.

  • Der Steuersachverhalt ergibt sich in der einzelnen Abrechnung.

  • Stellen Sie dafür die Einstellung "Standard-Erlöskonten verwenden" auf Nein und fügen Sie die individuellen Erlöskonten mit Klick auf den gleichnamigen Button hinzu.

  • Im sich öffnenden Formular definieren Sie, welches Erlöskonto bei welchem Steuersachverhalt angesprochen werden soll.

Die Steuersachverhalte

  • Für das Feld Steuersachverhalt wird durch eine Kombination aus Daten eine Vorauswahl aus 4 Standardfällen getroffen und vorbelegt.

  • Der Steuersachverhalt einer Ausgangsrechnung kann manuell angepasst werden. Zur Auswahl stehen nur aktive Steuersachverhalte.

  • Weitere Steuersachverhalte sind hinterlegt und können zusätzlich aktiviert werden, neue können definiert und angelegt werden.

Die Ermittlung des Steuerschlüssels

Nach der Bestimmung des Erlöskontos folgt die Bestimmung des korrekten Steuerschlüssels in der Abrechnung.

  • Ist im Kontenstamm des Erlöskontos das Kennzeichen Fester Steuerschlüssel gesetzt und ist ein Steuerschlüssel hinterlegt, wird dieser Schlüssel aus dem Sachkontenstamm angewendet.

  • Ist im Kontenstamm des Erlöskontos das Kennzeichen "Fester Steuerschlüssel" gesetzt und ist kein Steuerschlüssel hinterlegt, wird implizit von einem Steuersatz von Null ausgegangen. Die Buchung erfolgt ohne Steuerschlüssel.

Wir empfehlen, gerade im Erlösbereich, immer mit Steuerschlüssel zu buchen. Sie können einen Schlüssel mit 0% Berechnung anlegen, dieser löst keine Buchungen auf Steuerkonten aus.

  • Ist im Kontenstamm des Erlöskontos nicht das Kennzeichen "Fester Steuerschlüssel" gesetzt und ist ein Steuerschlüssel hinterlegt, sucht Scopevisio zuerst in der Steuersachverhalte-Matrix nach einer passenden Zeile mit Steuerschlüssel.

    • Kann über die Matrix ein Steuerschlüssel bestimmt werden, wird dieser gesetzt, unabhängig vom Sachkontenstamm.

    • Gibt es keine passende Zeile in der Steuersachverhalte-Matrix, wird der Steuerschlüssel aus dem Sachkontenstamm genommen. Wenn kein Schlüssel hinterlegt ist, wird kein Schlüssel verwendet (impliziert einen Steuersatz von 0%).

Scopevisio unterstützt Sie so durch das beschriebene Zusammenspiel von Informationen aus dem Produktstamm, den Erlöskonten, der Steuersachverhalte und der Steuerschlüssel, Ihre unterschiedlichen Geschäftsvorfälle flexibel und Algorithmus gestützt abbilden zu können.

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