Beschaffung in Scopevisio: Ăberblick und Voraussetzungen
Beschaffungsprozess
Der Beschaffungsprozess umfasst alle Schritte â vom Auftrag des Kunden oder der Bedarfsanforderung ĂŒber Bestellvorschlag, Bestellung und Wareneingang bis zur Verarbeitung der Lieferantenrechnung.
Das HerzstĂŒck ist die Auftragssteuerung: Jeder Kundenauftrag und jede Bedarfsanforderung reserviert automatisch Bestand und bereits eingehende Bestellungen â nach Wunschtermin und Reihenfolge.
Was dann noch unterdeckt ist, wird zum Bestellvorschlag. Dieser rechnet nicht die bestellte Menge des Kundenauftrags, sondern die tatsĂ€chliche Fehlmenge (Auftrag â Bestand â bereits bestellt), produktĂŒbergreifend ĂŒber alle offenen KundenauftrĂ€ge summiert.
So wissen Sie jederzeit, was sich aus dem Lager erfĂŒllen lĂ€sst und was nachbestellt werden muss â in vielen FĂ€llen ohne dass Sie Melde- oder MaximalbestĂ€nde pflegen mĂŒssen. Sie treffen Bestellentscheidungen auf Basis von Zahlen, nicht von BauchgefĂŒhl.
Voraussetzungen fĂŒr die Arbeit mit der Beschaffung
Bevor Sie mit dem Modul Beschaffung arbeiten, sollten in den Stammdaten folgende Informationen hinterlegt sein:
âą Produkte
âą Lieferanten
Import von Stammdaten
Wenn Sie von einem Fremdsystem zu Scopevisio wechseln, können Sie Ihre vorhandenen Stammdaten einfach importieren.
Dadurch lĂ€sst sich Ihr bestehender Prozess nahtlos in Scopevisio ĂŒberfĂŒhren.
Hinweise
Insgesamt ist auf Datensparsamkeit bei der Produktanlage zu achten und nach Möglichkeit eine konsistente Benennung der Produkte zu etablieren, um die mehrfache Anlage von Produkten zu vermeiden.
Um Im Ablauf stets den Ăberblick behalten zu können, muss in der Bearbeitung der AuftrĂ€ge zu Lieferungen und Rechnungen bei der Zahlungsart Vorkasse die Rechnungsart Anzahlung genutzt werden.
Allgemeine Themen
Themen:
Prozessmodell der Beschaffung
Ăbersicht des Prozessmodells
Scopevisio basiert auf einem Prozessmodell, das den gesamten Ablauf der Informationen, Abteilungen und Bereiche veranschaulicht â von der Bedarfsermittlung bis zur RechnungsprĂŒfung.
Im Anschluss werden die einzelnen Funktionen und Prozessschritte detailliert beschrieben.
Integration in die ERP-Software
Die Beschaffung ist elementarer Bestandteil der Scopevisio ERP. Gleiche Datenbasis fĂŒr alle Ihre Mitarbeiter, Abteilungen, Bereiche und oder Standorte.
Der Fokus der Beschaffung liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit Ihren Lieferanten und der Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette.
Arbeitsteiliger Ansatz
Scopevisio unterstĂŒtzt den arbeitsteiligen Ansatz um ProduktivitĂ€t in Ihrem Unternehmen zu verbessern und schafft damit die Grundlage fĂŒr eine schnellere und effizientere Prozessabwicklung.
Das zugrunde liegende Prozessmodell zeigt, in welcher Reihenfolge die einzelnen Schritte innerhalb des Unternehmens sicher und transparent ablaufen.
Flexible Prozessabbildung
Sie können in Scopevisio sowohl den gesamten Beschaffungsprozess als auch einzelne Teilprozesse abbilden:
Gesamtprozessabbildung
Wenn Sie den vollstÀndigen Beschaffungsprozess in Scopevisio darstellen, erzielen Sie die höchste Automatisierung und Effizienzsteigerung.
Teilprozessabbildung
Wenn Sie nur einzelne Prozessabschnitte abbilden, bietet Scopevisio die volle FlexibilitÀt, um an beliebiger Stelle in den Prozess einzusteigen oder andere Systeme zu integrieren.
Im Folgenden werden die Teilprozesse und das Gesamtprozessmodell im Detail erlÀutert.
Integrierter Ansatz
Erfassung von AuftrÀgen und Anforderungen
Sie erfassen Ihre Kunden-AuftrĂ€ge (oder ĂŒberfĂŒhren diese aus Angeboten) und diese werden mit dem Befehl Speichern unmittelbar in die Auftragssteuerung ĂŒbergeben.
Alternativ nutzen Sie die Scopevisio Bedarfsanforderung oder "Interne Anforderung" und erhalten aus der internen Organisation freigegebene Anforderungen.
Bestellvorschlagsermittlung in der Auftragssteuerung
In der Auftragssteuerung ermitteln wir Unterdeckung von Produkten und damit die Berechnung eines Bestellvorschlages auf zwei Arten:
Klassischer Ansatz
Meldebestand und Maximalbestand, den wir auf einem einzelnen Produkt und auf einem einzelnen Standort, Lager oder Lagerplatz fĂŒhren können.
Neuer Ansatz
Aus AuftrÀgen (Bedarfsanforderungen und KundenauftrÀgen) summiert sich die Unterdeckung an Produkten, den wir aus Lagerbestand und oder eingehenden Bestellungen noch nicht decken können.
Beispiel: Wir haben 100 StĂŒck eines Produkts im Auftrag, aber nur 40 StĂŒck am Lager, d.h. wir haben eine Unterdeckung um alle AuftrĂ€ge zu erfĂŒllen von 60 StĂŒck.
Diese Unterdeckung erscheint im Bestellvorschlag.
Der Bestellvorschlag berechnet alle Mengen aller Produkte, die nicht aktuell lagernd und verfĂŒgbar oder bereits beim Lieferanten bestellt sind.
So stellen wir immer sicher, dass Sie alle Ihre AuftrĂ€ge erfĂŒllen können und alle benötigen Waren beschafft werden.
Dies kann auch dazu beitragen, einen ĂŒber Melde- und Maximalbestand gesteuerten Lagerbestand zu senken und somit Kosten zu senken.
Diese Systematik funktioniert dynamisch, demnach werden zu meinem Beispiel oben: 100 StĂŒck im Auftrag, 40 am Lager, und 10 bereits bestellt, dann ist der Bestellvorschlag hier zur Deckung aller bekannten Mengen und Produkte: 50 StĂŒck.
Um diesem Ansatz zu folgen, bedarf es keinem Eintrag als Meldebestand und Maximalbestand und somit minimalem Pflegeaufwand.
Kombinierte AnsÀtze
Sie können beide AnsĂ€tze kombinieren: also kann ein Meldebestand einen Bestellvorschlag auslösen und zudem die Mengen in AuftrĂ€gen mit berĂŒcksichtigen.
FĂŒr jede Unterdeckung wird ein Bestellvorschlag ausgefĂŒhrt, der uns in die Lage versetzt, alle aktuell offenen AuftrĂ€ge zu erfĂŒllen.
Tabellarische Darstellung der Auftragssteuerung
Auftrag aus Lagerbestand erfĂŒllbar | Auftrag aus Lagerbestand nicht erfĂŒllbar |
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Der Prozessablauf
Kundenauftrag anlegen
Auftragsanlage
Ein Auftrag kann aus einem Angebot in einen Auftrag ĂŒberfĂŒhrt werden, oder neu angelegt werden.
Sie öffnen die Registerkarte AuftrĂ€ge (Bereich Organisation) dies öffnet die Ăbersicht der AuftrĂ€ge.
Eingabe von Auftragspositionen
Weiter unten finden Sie einen Bereich mit verschiedenen Registerkarten; die Registerkarte Positionen ist geöffnet.
Ăber die SchaltflĂ€che HinzufĂŒgen geben Sie Auftragspositionen ein.
Hier bestimmen Sie das Produkt und die Menge.
Verkaufs-Einheiten, Preise, Steuersatz und weitere Details holt sich das System aus den Stammdaten.
Sie können auch abweichende Angaben machen.
Wunschdatum
Ăber eine Regel setzen wir ein Wunschdatum, dies kann manuell geĂ€ndert werden, zu dem der Kunde die Ware gerne hĂ€tte.
Alternativ dient das Wunschdatum als Termin zu dem Sie alle Elemente des Auftrages gerne am Lager bereit hÀtten, um das Produkt fertigen zu können, oder den Auftrag gesammelt ausliefern zu können.
Das Wunschdatum dient nicht der Kommunikation an den Kunden, sondern bleibt fĂŒr uns als Organisation ein Kommunikationsanker, der weiter gegeben wird.
Beispielsweise haben wir 61 AuftrÀge im System, die in der nÀchsten Woche ausgeliefert werden sollen; nun erhalten wir einen neuen Auftrag, der soll in 3 Monaten ausgeliefert werden.
Die Information Wunschdatum in 3 Monaten geben wir automatisch weiter an den Bestellvorschlag und kommunizieren dann dieses Datum als Wunsch-Liefertermin.
Somit können wir steuern, ob wir diese Bestellung an den Lieferanten bereits heute versenden unter der Angabe des Wunschliefertermins, oder die Wiederbeschaffungszeit beim Lieferanten eröffnet uns die Möglichkeit die Bestellung erst in 2 Monaten zu platzieren und damit wahrscheinlich mehrere AuftrĂ€ge zu erfĂŒllen.
Dieses Datum dient in erster Linie Ihrer unternehmensinternen Kommunikation.
Standort
Auch ein Standort, ĂŒber den der Auftrag ausgefertigt werden soll, kann hier angegeben werden.
Im Setup mit nur einem Standort ist diese Eingabe entbehrlich.
Haben Sie einen Standort zum Standard Standort qualifiziert, so wird regelmĂ€Ăig dieser automatisch gezogen, kann aber geĂ€ndert werden.
Speichern und Ăbergabe
Speichern Sie Ihre Eingaben.
Alle Angaben flieĂen automatisch in die Auftragssteuerung ein.
Auftragssteuerung
Ăbersicht und AusfĂŒhrbarkeitsstatus
Hier sehen Sie alle KundenauftrÀge, die derzeit im System stehen und nicht oder nicht vollstÀndig ausgeliefert sind.
GrĂŒn indiziert sind alle AuftrĂ€ge, die wir heute ausliefern können, damit eine klare Aussage zu der Frage: was können wir heute ausliefern.
Kern-FunktionalitÀt der Auftragssteuerung
Die Auftragssteuerung ist das HerzstĂŒck Ihrer Beschaffung.
Hier sehen Sie drei Abschnitte (von oben nach unten): AuftrÀge, Auftrags Positionen und Reservierungen.
Anhand Ihrer Bestandsdaten zeigt Ihnen das System einen AusfĂŒhrbarkeitsstatus fĂŒr jeden Auftrag an.
Sie sehen auf den ersten Blick, daĂ Sie diesen Auftrag ausfĂŒhren können (grĂŒn).
AusfĂŒhrbare AuftrĂ€ge â VollstĂ€ndige Kommissionierung
GrĂŒne Kennzeichnung
Der grĂŒne Haken bedeutet: Alles verfĂŒgbar, der Auftrag kann vollstĂ€ndig ausgefĂŒhrt werden.
Kommissionierung durchfĂŒhren
GrĂŒn markierte AuftrĂ€ge können Sie mit einem Klick auf Kommissionieren fĂŒr den Versand vorbereiten.
Dies können Sie auch per Massenbearbeitung tun, indem Sie mehrere Zeilen in der Tabelle AuftrÀge markieren und auf Kommissionieren klicken.
AusfĂŒhrbare AuftrĂ€ge â Teilkommissionierung
Vertragliche Grundlage fĂŒr Teillieferungen
AuftrÀge Ihrer Kunden können bei entsprechender vertraglicher Grundlage auch in Teilmengen geliefert werden.
Operative Implikation
Dies bedingt auf der einen Seite höhere operative Kosten (mehrere KommissionierungsauftrÀge des gleichen Auftrages und mehrere Sendungen damit im Zweifel höhere Transportkosten).
Diese stehen einer schnelleren AuftragserfĂŒllung und damit einer frĂŒheren Zahlung gegenĂŒber.
Technische Umsetzung
Technisch erlauben wir eine Teilkommissionierung sobald Auftragspositionen voll erfĂŒllt werden können.
Nicht unmittelbar ausfĂŒhrbare AuftrĂ€ge
Rote Kennzeichnung
Ein rotes Signal bedeutet: Der Bestand reicht nicht aus, um den Auftrag vollstĂ€ndig auszufĂŒhren.
Plandatum-Berechnung
Hier rechnen wir mit einem Plandatum: zu diesem Datum kann der Auftrag ausgefĂŒhrt werden.
Dies erfolgt unter der Voraussetzung, dass die Bestellung zeitnah beim Lieferanten aufgegeben wird und die Lieferzeit auf dem Produkt der tatsÀchlichen Lieferzeit beim Lieferanten entspricht.
Nutzen der Ăbersicht
Mit der Ăbersicht schaffen wir zum einen ein klares Bild welche AuftrĂ€ge
bereits geliefert werden können,
sprich welche AuftrĂ€ge dann in KĂŒrze von Ihren Kunden auch bezahlt werden.
Zum anderen sehen wir, welche aktuell nicht ausgeliefert werden.
Priorisierung durch PrioritÀtssignale
Durch die Signale orange ausgewiesen sind AuftrÀge oder Auftragszeilen, bei der mehr als eine Zuordnung der Ware möglich ist.
Ăber eine Ănderung der PrioritĂ€t: grundsĂ€tzlich laufen alle AuftrĂ€ge mit der gleichen PrioritĂ€t 1 ein, eine Ănderung fĂŒr den Auftrag, den Sie gerne vorziehen wollen auf 2.
Ăndern Sie die Reservierungslogik und sorgen fĂŒr eine RangĂ€nderung.
Die BestellvorschlÀge sind in der Menge der zu bestellenden Produkte davon nicht betroffen.
Bestellvorschlag-Generierung
FĂŒr diese AuftrĂ€ge rechnen wir einen Bestellvorschlag, damit sie so schnell wie möglich ausgefĂŒhrt werden können.
BestellvorschlÀge
Ăbersicht der BestellvorschlĂ€ge
Im Beispiel wurden fĂŒr sieben Lieferanten BestellvorschlĂ€ge gerechnet.
Damit fĂŒr die Bearbeitenden sofort klar ist, was sie als Erstes bearbeiten mĂŒssen, wird pro Lieferanten die Anzahl Produkte und der Nettobetrag angegeben.
Sie können zusÀtzlich Filter und Sortierungen setzen wie in jeder scopevisio Arbeitsliste.
Bestellvorschlag-Basis
Ein Bestellvorschlag wurde aufgrund des Reservierungsstatus erstellt.
Reservierungsstatus in BestellvorschlÀgen
Zugehörige AuftrÀge
Der zugehörige Auftrag mit der zu bestellenden Menge, die aus dem Bestand aktuell nicht erfĂŒllt wird, wird unter Reservierungen angezeigt.
Wir weisen die Mengen aus, die im obigen Beispiel aus Auftrag AU-23-60 noch fehlen.
Die fehlende Menge liegt vor, wenn nicht in ausreichender Anzahl im Lager oder eingehenden Bestellung reserviert werden kann.
Automatische Mengenberechnung
Wichtig: Scopevisio errechnet im Bestellvorschlag immer die Menge, die bestellt werden muss.
Daher findet sich in den Reservierung nicht die Auftragsmenge, sondern die Menge aus der Kalkulation: Auftragsmenge - verfĂŒgbarer Lagerbestand = Bestellmenge.
Dies gilt fĂŒr alle Produkte und Mengen, die in AuftrĂ€gen reserviert sind und sich zu einer Menge summieren.
Filter- und Sortierfunktionen
Auch in der Sicht der Reservierungen macht es Sinn die generelle Filteroption der gelb unterlegten Kopfzeile zu nutzen und nach Wunschtermin und Produktnummer zu filtern.
So können Sie die optimale Menge fĂŒr die aktuelle Bestellung unter der BerĂŒcksichtigung der Wiederbeschaffungszeit kalkulieren.
Flexible Bestellmengen
Hier kann es sinnreich sein, nur einen Teil der Vorschlagsmenge zu bestellen, wenn der Wunschtermin weiter in der Zukunft liegt als die Lieferzeit des Lieferanten.
Automatische Logik
Die Logik der allgemeinen BestellvorschlĂ€ge ermöglicht es Ihnen nicht mehr detailliert auf den Auftrag und den Lagerbestand eines einzelnen Produktes schauen zu mĂŒssen.
Produktlieferanten-Ăbersicht
Im Abschnitt Produktlieferanten sehen Sie, welche Produkte einen Eintrag in der Produkt-Lieferanten Tabelle tragen.
Dies zeigt, welche Produkte einen aktuellen Eintrag zu einer Bezugsquelle fĂŒhren.
Wir weisen auf Bestellvorschlag und Bestellung die Produkt-Lieferanten EintrÀge aus den Stammdaten aus.
Damit können Sie in dem Moment in dem Sie sich mit der Bestellung beim Lieferanten befassen, Ihre Bestellung um einzelne Produkte schnell und einfach ergÀnzen.
Dies ist möglich ohne Suche nach Optionen in der Ăbersicht der Produktdaten.
Zudem lassen sich hier die Daten gleich erweitern, bearbeiten oder ĂŒbernehmen.
Bestellvorschlag-PrĂŒfung und ĂberfĂŒhrung
Der Bestellvorschlag ist in Menge und Produkt zu prĂŒfen.
Wird ĂŒberfĂŒhrt mit dem Befehl In Bestellung ĂŒberfĂŒhren in eine formelle Bestellung ĂŒberfĂŒhrt. Hier kann mit dem Befehl in Bestellung ĂŒberfĂŒhren und versenden direkt der nĂ€chste Schritt absolviert werden.
Versand der Bestellung
Mit Klick auf Versenden schicken Sie die Bestellung an den Lieferanten.
Dies erfolgt an die am Lieferanten hinterlegten Mail Adresse fĂŒr den Versand von Bestellungen (Beschaffung).
Automatisierung und Kontrolle
Wichtig: Scopevisio errechnet Ihnen automatisch einen Bestellvorschlag.
Dies basiert auf Basis aller aktuell vorliegenden Informationen.
Hier prĂŒfen Sie bitte, welche Investitionen Sie zu welchem Zeitpunkt tĂ€tigen möchten.
Prozessmodell-Steuerung
Vorgangsleiste mit Prozessmodell
Die Vorgangsleiste mit dem Prozessmodell hilft die Abfolge nachhaltig zu steuern.
Entlang der dargestellten Vorgangsleiste wird der Prozess gesteuert.
Formulare in der Vorgangsleiste
Die Formulare sind in der Leiste entsprechend gegliedert:
âą Bestellvorschlag
âą Bestellanfrage
âą Bestellung
âą Wareneingang
Mouseover-Funktion
Diese können per Mouse over in Anzahl der Dokumente und Wert dargestellt werden.
ĂberfĂŒhrungsfunktion zwischen Schritten
Von einem Formular ins nĂ€chst folgende kann ĂŒber den Befehl im einzelnen Formular: ĂŒberfĂŒhren in (Button unten rechts neben dem Speichern Button) ausgesteuert werden.
Dass alle Informationen aus dem vorherigen Schritt ĂŒbernommen werden.
Es ist keine erneute Eingabe mehr nötig.
Ăbersichten im Detail
Bestellungen-Ăbersicht
In der Ăbersicht der Bestellungen sehen Sie alle Bestellungen.
Diese können im nĂ€chsten Schritt in Lieferung ĂŒberfĂŒhrt werden.
Filter und Arbeitslisten
Bestellungen können analog allen Ăbersichten in Scopevisio mit einem Schnellfilter versehen werden.
Diese können als individuelle Arbeitsliste hinterlegt werden.
WareneingÀnge und Rechnungszuordnung
Die WareneingÀnge können Sie dann mit den Eingangsrechnungen zuordnen im Rechnungseingangsbuch.
Begriffssammlung
Beschaffung
Glossar: Fachbegriffe aus Scopevisio Beschaffung
AuftrÀge und Bestellungen
Auftrag - Die Bestellung Ihres Kunden an Sie, die wir intern als einen Auftrag fĂŒhren. Ein Auftrag ist ein rechtlich bindendes Dokument, das einen Kaufvertrag, Werkvertrag oĂ€ dokumentiert. Der Auftrag ist die Grundlage fĂŒr alle weiteren Prozesse wie Reservierung, Kommissionierung und Lieferung.
Bestellung - Geht an Ihren Lieferanten und bestimmt, welches Produkt in welcher Menge zu welchem Preis von diesem Lieferanten geliefert und berechnet werden soll. Eine Bestellung ist ein rechtlich bindendes Dokument, das einen Kaufvertrag, Werkvertrag oÀ dokumentiert.
Zusammen mit dem Auftrag und der Rechnung zÀhlt die Bestellung zu den 3 wichtigsten Dokumenten in der Organisation.
Bestellvorschlag - Errechnet auf Basis aller vorliegenden Informationen: Menge im Auftrag/Bedarfsanforderung, Menge im Lager/Standort, Menge in Bestellung, (Menge als Meldebestand hinterlegt) - die Menge, die bestellt werden mĂŒsste, um Sie in die Lage zu versetzen alle AuftrĂ€ge und Bedarfsanforderungen erfĂŒllen zu können.
Auftragssteuerung und Reservierung
Auftragssteuerung - Planungslauf der Reservierung nach FIFO, Wunschlieferdatum, AusfĂŒhrung und BestĂ€tigung durch den Befehl 'Kommissionierung'. Alle AuftrĂ€ge werden entsprechend ihrem Wunschdatum und der Erstellungsreihenfolge gereiht, Lagerbestand und Ware im Zulauf vom Lieferanten reserviert und ein entsprechender Liefertermin gerechnet. Die Auftragssteuerung ermöglicht auch die Auswahl von Auftrags-Positionen und markiert Produkte in der Reservierungssicht, um den Effekt einer Umverteilung ĂŒber Priorisierung abschĂ€tzen zu können.
VerfĂŒgbare Menge - Menge des Produktes, die nach Abzug der aktuell vorliegenden Reservierungen aus AuftrĂ€gen sofort zum Versand verfĂŒgbar ist. Dies ist die Menge, die Kunden versprochen werden kann, ohne den bestehenden Bestand zu ĂŒberschreiten oder auf zukĂŒnftige WareneingĂ€nge angewiesen zu sein.
Bestandsverwaltung und Meldebestand
Mindestbestand- informativer Wert, der keine BestellvorschlÀge auslöst.
Meldebestand - Bestand, der bei Unterschreitung einen Bestellvorschlag auslöst. Wenn der Bestand auf dem Lagerort diesen Wert erreicht, wird ein Bestellvorschlag erstellt, der die Menge bis zum Maximalbestand auffĂŒllt. Der Meldebestand ist ein kritischer Parameter fĂŒr die automatische Disposition.
Maximalbestand - Bestand, der maximal von diesem Produkt bevorratet werden soll. Maximalbestand minus Meldebestand ist die Menge und Wert, die regelmĂ€Ăig bestellt werden wird. Der Maximalbestand wird pro Bestellung nicht ĂŒberschritten, kann aber bei entsprechendem Bedarf aus AuftrĂ€gen, die nach wie vor unterdeckt sind, ĂŒberschritten werden. Ein Hinweis erfolgt dann, dass der Maximalbestand zu prĂŒfen sei.
LagerplÀtze und Standorte
Lagerort/Standort - Standort wird durch eine Postadresse beschrieben. Ein Standort kann mehrere Lager haben, fĂŒr die einzelne Bestandsgrenzen hinterlegt werden können. Ein Unternehmen kann mehrere Standorte haben. Ein Routing zwischen den Standorten wird aktuell prozessual nicht unterstĂŒtzt.
Lager - Benennung des Lagers: KĂŒhllager/Holzlager/Gefahrgutlager, Lager 1, 2, 3. Die Lagerbenennung hilft bei der Verwaltung verschiedener Lagerbereiche mit unterschiedlichen Anforderungen.
Lagerplatz - Unterste Ebene des Lagers oder Standortes. Information kann dem Produkt hinterlegt werden, so dass das Produkt korrekt gelagert werden kann. Lagerplatz wird bei Lieferung mit angezeigt und ausgegeben bei Kommissionierung. Feste LagerplÀtze pro Produkt schaffen Ordnung und Geschwindigkeit in der Kommissionierung.
Regalgang - Bereich im Lager, der der Orientierung dient, auf dem Weg zum Lagerplatz. Der Regalgang hilft dem Personal, sich im Lager zu orientieren und schneller zum gewĂŒnschten Lagerplatz zu gelangen.
Regalfeld - Bereich im Lager, der der Orientierung dient, auf dem Weg zum Lagerplatz. Zusammen mit dem Regalgang strukturiert das Regalfeld die Lagerverwaltung.
Lagerbereich - Zusammenfassend fĂŒr die Begriffe Regalgang und Regalfeld, die der Orientierung dienen.
Mein Lagerhaus - Hauptlager. Werden keine unterschiedlichen Lager benötigt, so kann alles auf dieses eine Hauptlager laufen. Kann umbenannt werden. Dies ist das Standard-Lager, wenn keine Mehrfach-Lagerstandorte benötigt werden.
Kommissionierung und Lieferung
Teilkommissionierung - Erweitert um Teil-Mengen des Auftrages zu kommissionieren, hier als gesamte Position. Diese kann damit an Lieferung und Rechnung ĂŒbergeben werden. Dies ermöglicht Teillieferungen an Kunden.
Einheiten und Umrechnungen
Einheiten - Berechnung fĂŒr Waren vollstĂ€ndig implementiert, so dass ein 6Pack im Kasten oder der Palette eingekauft, als solches verkauft, und als Flasche verkauft werden kann. Einheiten helfen Produkte entsprechend zu bevorraten, ohne dass ein Vorliegen unterschiedlicher Gebinde die Anlage, Verwaltung und Bevorratung einzelner Produkte notwendig machen wĂŒrde.
Basiseinheit - Basiseinheit eines Produktes ist regulĂ€r die in Ihrem Unternehmen gebrĂ€uchlichste Einheit eines Produktes. Meist wird als Einheit "StĂŒck" hinterlegt. Dieser Eintrag ist nicht Ă€nderbar, da er mit der Berechnung des Bestandspreises, sprich des Preises zu dem ein Produkt mit seinem Bestand in Menge bewertet wird, verknĂŒpft ist. Basiseinheit ist oft die kleinste Einheit, in der verkauft werden soll, kann aber auch verbraucht werden in einer kleineren zu bestimmenden Untereinheit.
Untereinheit - Unterhalb der Basiseinheit mittels Faktor bestimmbare Einheit, die 1 Level unter der Basiseinheit sein darf, daher Untereinheit. Dies ermöglicht noch feiner strukturierte Bestandsverwaltung. Diese Einheit kann "nicht" direkt in AuftrĂ€gen gefĂŒhrt werden sondern nur als Einheit in einer StĂŒckliste oder Verbrauch genutzt werden.
Verkaufseinheit - Einheit, die fĂŒr den Verkauf von der Basiseinheit abweichen kann. Beispiel: Verkauf in "Kasten" wĂ€hrend Basiseinheit "Flasche" ist.
Einkaufseinheit - Einheit, die fĂŒr den Einkauf von der Basiseinheit abweicht und mittels Faktor in Basiseinheiten rechenbar ist. Beispiel: Einkauf einer Palette mit Cola-Flaschen, 20 StĂŒck in einem Kasten, 20 KĂ€sten auf der Palette. Ist die Einkaufseinheit Palette, Basiseinheit Kasten oder Flasche, Verkaufseinheit Kasten oder Flasche.
Warenempfang und Lieferung
Lieferung eingehend/Wareneingang - Erfassung von Ware/Material gemÀà physischer PrĂŒfung zu einer Bestellung nach der Methode: von der Bestellung zur Ware/Material und von der Ware/Material zur Bestellung. Das Dokument Lieferschein dient als Referenzeingabe fĂŒr die vollautomatische Verarbeitung der Rechnung des Lieferanten, stellt somit eine Pflichtangabe dar, deren korrekte Eingabe an dieser Stelle alle nachfolgenden Prozesse beschleunigt. Das Buchungsdatum des Wareneinganges muss eingegeben werden. Hier ist zu berĂŒcksichtigen, wann die Ware in Ihrem VerfĂŒgungsbereich eingetroffen ist.
Volllieferung Die gelieferte Menge entspricht der Bestellmenge â ÎŁ(WareneingĂ€nge) = Bestellmenge. Die offene Restmenge der Bestellung wird auf null reduziert, die Bestellung wird auf den Status vollstĂ€ndig geliefert gesetzt und verschwindet aus den offenen Bestellungen. Erfassung typischerweise âvon der Bestellung zur Ware": Bestellung in Lieferung ĂŒberfĂŒhren, das System ĂŒbernimmt alle Positionen und Mengen.
Teillieferung Ein einzelner Wareneingang deckt nur einen Teil der Bestellmenge ab â ÎŁ(WareneingĂ€nge bisher) < Bestellmenge. Die Differenz bleibt als offene Restmenge auf der Bestellung erhalten; die Bestellung bleibt im Status teilgeliefert und offen. Zur selben Bestellung können nacheinander weitere WareneingĂ€nge gebucht werden; jeder reduziert die Restmenge weiter, bis sie null erreicht (dann â Volllieferung). Teillieferung ist damit kein Sonderfall, sondern die Folge mehrerer sequenzieller WareneingĂ€nge auf dieselbe Bestellung.
Lieferstörung (Fehlmenge) Die physisch angekommene Menge weicht von der auf dem Lieferschein dokumentierten Menge ab â der Lieferschein weist mehr aus, als tatsĂ€chlich eingetroffen ist (Beispiel: Lieferschein 22 StĂŒck, angekommen 19, Fehlmenge 3). Das ist keine Teillieferung: Bei der Teillieferung stimmt Lieferschein und Wareneingang ĂŒberein, es ist nur weniger als bestellt; bei der Lieferstörung stimmt der Wareneingang nicht mit dem Lieferschein ĂŒberein.
Rechnung eingehend - Mit Dokumenten-Scan des Rechnung-PDF des Lieferanten wird der Lieferant erkannt, an Merkmalen wie Name, Adresse und UST ID Nummer identifiziert und dem Stammkontakt zugewiesen. Die Lieferscheinnummer wird aus dem Dokument ausgelesen und kann mit der gebuchten Lieferung verknĂŒpft werden. So stellen wir sicher, dass wir sachlich prĂŒfen können und die Zuordnung zu Lieferungen so klar und schnell wie möglich erfolgen kann.
Warengruppen und Klassifizierung
Warengruppen - Mit Warengruppen können mehrere Produkte zusammengefasst werden. Damit werden alle in der Warengruppe hinterlegten Merkmale auf alle Produkte der zugeordneten Warengruppe vererbt und können dann auf der unteren Ebene weiter verfeinert werden und mit einem individuellen Eintrag ĂŒberschrieben werden. Trotzdem bleiben die Werte aus der Warengruppe sichtbar, aber nicht wirksam, da der Individualeintrag Vorrang erhĂ€lt. Warengruppen helfen die Produktanlage zu beschleunigen, um neue Produkte mit identischen Merkmalen anzureichern, ohne diese jeweils neu einzugeben.
Bestandsbewertung
Bestandspreis - Kalkulierter Einzelpreis, zu dem eine einzelne Basiseinheit bezogen wurde. Die Art der Berechnung richtet sich nach der Bewertungsmethode (Durchschnitt, FIFO, LIFO) fĂŒr das Produkt/Warengruppe. Die Berechnung folgt ab der ersten gebuchten Warenlieferung. Bestandspreise fĂŒr ein Produkt mit StĂŒckliste werden aus den einzelnen Komponenten und Bestandteilen summiert zu einem Bestandspreis des Zielartikels.
Bewertungsmethode - Bestandspreis kann nach unterschiedlichen Methoden bewertet werden: Gleitender Durchschnitt, FIFO, LIFO. Eine fĂŒr Sie gĂŒltige Bewertungsmethode kann pro Warengruppe oder fĂŒr alle Warengruppen gĂŒltig gesetzt werden. Die Bewertungsmethode beeinflusst die Bestandsbilanzierung und Kostenrechnung erheblich.
StĂŒcklisten und Zusammensetzung
StĂŒckliste - StĂŒcklisten können in mehreren AusprĂ€gungen erstellt werden und können zum einen darstellen, aus welchen Einzelteilen zu welchen Kosten ein Verkaufsprodukt besteht. StĂŒcklisten können UnterstĂŒcklisten haben und somit Sequenzen in der Zusammensetzung von einzelnen Produkten darstellen. Dies ist essentiell fĂŒr Produktionsverwaltung und Kostenrechnung.
Zeitbezogene Begriffe (Termine & Daten)
Wunschdatum - Das vom Besteller gewĂŒnschte Lieferdatum einer Ware, das er beim Einkauf angibt. Dies ist ein unverbindlicher Wunschtermin und kann von der LieferfĂ€higkeit des Lieferanten abweichen. Das Wunschdatum hilft bei der Dispositionsplanung und ist Grundlage fĂŒr die Berechnung des Bestelldatums.
Plandatum - Das geplante oder berechnete Lieferdatum, das das System automatisch ermittelt, meist basierend auf VerfĂŒgbarkeit und Lieferfrist. Es weicht vom Wunschdatum ab, wenn der Lieferant nicht in der gewĂŒnschten Zeit liefern kann. Das Plandatum ist fĂŒr die Materialplanung entscheidend.
Lieferdatum - Das tatsĂ€chliche oder vereinbarte Datum, an dem die Ware beim EmpfĂ€nger ankommt oder ankommen soll. Dies ist der verbindliche Termin, der zwischen Bestellung und Lieferant festgehalten wird. Bei der WareneingangsprĂŒfung wird geprĂŒft, ob das tatsĂ€chliche Lieferdatum mit dem vereinbarten ĂŒbereinstimmt.
Lieferdatum von - Der Beginn eines Lieferzeitfensters, das der Lieferant angibt oder Sie Ihrem Lieferanten vorgeben. Dies ermöglicht flexible Lieferfenster statt einzelner Tage und wird hĂ€ufig bei MassengĂŒtern verwendet. Das System kann innerhalb dieses Fensters den genauen Liefertag buchen.
Lieferdatum bis - Das Ende eines vereinbarten Lieferzeitfensters. Zusammen mit "Lieferdatum von" definiert es einen Zeitraum, in dem die Lieferung erfolgen soll. Dies reduziert Pendenzen und gibt beiden Seiten mehr FlexibilitÀt.
BestÀtigtes Lieferdatum - Das vom Lieferanten schriftlich oder elektronisch bestÀtigte Lieferdatum nach Bestellaufgabe. Dies ist verbindlicher als das initial angebotene Datum und ersetzt das Plandatum nach BestellbestÀtigung. Abweichungen vom bestÀtigten Lieferdatum gelten als Lieferverzug.
âą Wunsch-Lieferdatum - Synonym fĂŒr Wunschdatum nur aufbereitet fĂŒr die Kommunikation mit Ihrem Lieferanten: der Zeitpunkt, den der Besteller angeben kann, wann er die Ware benötigt. Im Gegensatz zum Plandatum ist dies nicht automatisch berechnet.
Bestelldatum - Das Datum, an dem eine Bestellung formal aufgegeben oder freigegeben wird. Dieses Datum ist wichtig fĂŒr die Berechnung von Zahlungsfristen und Lieferterminen. Im ERP wird das Bestelldatum automatisch gespeichert und ist unverĂ€nderlich.
Rechnungsdatum - Das Ausstellungsdatum der Eingangsrechnung vom Lieferanten, das auf der Rechnung angegeben ist. Dieses Datum ist fĂŒr die Berechnung von Skonto und Zahlungsfristen entscheidend.
Verfallsdatum - Das Haltbarkeitsdatum oder Ablaufdatum von verderblichen Waren, Lebensmitteln oder Medikamenten. Nach diesem Datum darf die Ware nicht mehr verkauft oder verwendet werden. Eine Verfallsdatumverwaltung ist notwendig, um Verschleiss und Entsorgungen zu minimieren.
GĂŒltigkeitsdatum - Der Zeitraum oder das Ablaufdatum, in dem ein Angebot, ein Preis oder ein Rabatt gĂŒltig ist. Nach Ablauf dieses Datums sind die vereinbarten Bedingungen nicht mehr gĂŒltig und mĂŒssen neu verhandelt werden. Dies ist wichtig bei langfristigen Vereinbarungen.
Buchungsdatum - Das Datum, an dem eine Transaktion im ERP-System verbucht oder erfasst wird, kann vom Lieferdatum abweichen. Dies ist relevant fĂŒr die Finanzbuchhaltung und kann unterschiedlich vom Lieferdatum sein.
Mengen und Einheiten
Bestellmenge - Die Gesamtmenge eines Artikels, die in einer Bestellung angegeben wird. Diese wird ĂŒblicherweise in der Basiseinheit oder Liefereinheit angegeben und kann von der verfĂŒgbaren Menge abweichen. Die Bestellmenge ist Basis fĂŒr Liefertermineberechnungen und Kostenkalkulationen.
Liefermenge - Die tatsĂ€chlich vom Lieferanten gelieferte Menge, die bei Wareneingang erfasst wird. Sie kann von der Bestellmenge abweichen (Ăberlieferung oder Unterlieferung). Im ERP wird die Liefermenge mit der Bestellmenge verglichen und Differenzen dokumentiert. Auch Teilmenge genannt.
Wareneingangsmenge - Die Menge, die im Wareneingangsprozess erfasst und dokumentiert wird. Dies ist die Basis fĂŒr die Einlagerung und spĂ€tere RechnungsprĂŒfung. Liefermenge und Wareneingangsmenge sind ĂŒberwiegend gleich oder es handelt sich um Schwund, Fehlmengen, Verlust oder BeschĂ€digung.
Reservierte Menge - Die Menge eines Produktes, die fĂŒr bereits erfasste KundenauftrĂ€ge oder ProduktionsauftrĂ€ge reserviert ist. Diese ist Teil des verfĂŒgbaren Bestands, steht aber nicht zur freien VerfĂŒgung. Im Bestand wird die reservierte Menge separat ausgewiesen, um Ăberbuchungen zu vermeiden.
VerfĂŒgbare Menge - Die Lagermenge, die sofort fĂŒr neue KundenauftrĂ€ge oder Fertigung zur VerfĂŒgung steht, ohne weitere WareneingĂ€nge zu berĂŒcksichtigen. Sie errechnet sich aus dem Lagerbestand minus reservierter Menge. Diese Menge ist entscheidend fĂŒr die AuftragsbestĂ€tigung.
Lagerbestand - Der aktuelle Bestand eines Artikels im Lager, physisch oder buchhalterisch erfasst. Dies ist die Grundlage fĂŒr alle Lagerwertberechnungen und VerfĂŒgbarkeitsprĂŒfungen. Der Lagerbestand wird durch Ein- und Auslagerungen kontinuierlich aktualisiert.
Buchbestand - oder Berechnete Menge: Die im ERP-System erfasste Lagermenge, basierend auf dokumentierten Transaktionen. Der Buchbestand kann vom physischen Bestand abweichen, etwa durch Schwund, Diebstahl oder Erfassungsfehler. RegelmĂ€Ăige Inventuren helfen, Differenzen zu identifizieren.
Bedarfsmenge - Die fĂŒr Bedarfsanforderungen, Produktion, Vertrieb oder KundenauftrĂ€ge benötigte Gesamtmenge eines Produktes.
Fehlmengen - Wenn Ihr Lieferant weniger Produkte und oder Mengen liefert als dokumentiert, entsteht eine Fehlmenge oder Unterlieferung. Dies kann zu nicht erfĂŒllbaren KundenauftrĂ€gen fĂŒhren. Fehlmengen werden dokumentiert werden.
Verpackungseinheit - Die Menge eines Produktes, die in einer standardisierten Verpackung enthalten ist (z.B. "6er-Pack" oder "Beutel zu 250g"). Diese ist oft mit der Liefereinheit identisch.
Paletteneinheit - Die standardisierte Menge eines Produktes, die auf eine Palette passt und transportiert wird. Dies ist eine logistische StandardgröĂe, um Transporteffizienz zu maximieren. Paletteneinheiten sind Liefereinheiten.
Umrechnungsfaktor - Der mathematische Faktor, mit dem Mengen zwischen verschiedenen Einheiten umgerechnet werden (z.B. 1 Karton = 50 StĂŒck). Dieser Faktor kann pro Produkt definiert werden. Der Faktor muss korrekt im ERP hinterlegt sein.
Bestandsarten und Kategorien
Rohstoffe - Materialien in Rohform, die in der Produktion zu Zwischen- oder Endprodukten verarbeitet werden. Rohstoffe sind einfach und nicht weiterverarbeitet. Sie bilden die Grundlage der Wertschöpfung.
Halbfertige Erzeugnisse - Produkte, die bereits teilweise bearbeitet sind, aber noch nicht verkaufsfertig. Halbfertige Erzeugnisse sind Zwischenschritte im Produktionsprozess. Sie können als Puffer zwischen Produktionsstufen dienen oder als Komponenten fĂŒr andere Produkte verwendet werden.
Fertigprodukte - Produkte, die vollstĂ€ndig hergestellt und versandfertig sind. Fertigprodukte werden direkt an Kunden verkauft. Sie mĂŒssen in ausreichenden Mengen verfĂŒgbar sein, um Lieferungen zeitnah zu erfĂŒllen.
Hilfs- und Betriebsstoffe - Materialien, die bei der Produktion benötigt werden, aber nicht ins Endprodukt eingehen (z.B. Schmiermittel, Reinigungsmittel). Diese Kategorie ist oft unterschĂ€tzt, aber relevant fĂŒr die Betriebskostenrechnung. Sie werden oft in separaten LĂ€gern oder mit geringerer Kontrolle lagern.
âą Ersatzteile - Einzelne Teile, die zum Austausch defekter oder verschlissener Komponenten dienen. Ersatzteile mĂŒssen schnell verfĂŒgbar sein und werden oft mit hoher Marge verkauft. Eine gute Lagerverwaltung von Ersatzteilen erhöht die Kundenzufriedenheit.
Leergut - MehrwegbehĂ€lter wie Paletten, Colli, Kisten, Boxen, Flaschen oder FĂ€sser ohne Inhalt. Leergut wird zurĂŒck zum Lieferanten gesendet und wiederverwendet. Die Verarbeitung von Leergut ist ein separater logistischer Prozess.
Prozesse und Transaktionen
Bedarfsanforderung - Ein Antrag auf Ausgabe von spezifischen Produkten in bestimmter Menge und Wert, auch BANF genannt, der von einem Bedarfsteller eingereicht wird. Eine Bedarfsanforderung wird vor der Bestellung erstellt. Sie ist die Grundlage fĂŒr die Disposition und Einkaufsplanung.
Bedarfsmeldung - Eine spontane Meldung eines Bedarfes, die ebenso schnell und einfach ĂŒber die Bedarfsanforderung erfolgen kann.
Bestellanfrage - Eine Anfrage an einen oder mehrere Lieferanten, um ein Angebot fĂŒr bestimmte Produkte zu erhalten. Die Bestellanfrage ist unverbindlich und dient der Preisinformation, VerfĂŒgbarkeitsinformation und Mengeninformation. Sie ist der erste Schritt im Beschaffungsprozess.
Bestellangebot - Das Angebot Ihres Lieferanten als Antwort auf eine Bestellanfrage, mit Preis, Menge, Lieferzeit und Lieferbedingungen. Ein Bestellangebot ist ein rechtlich bindendes Angebot (Offerte). Mehrere Angebote werden verglichen, um den besten zu wÀhlen.
Wareneingangskontrolle - Die ĂberprĂŒfung der eingegangenen Produkte hinsichtlich QuantitĂ€t und QualitĂ€t. Die Wareneingangskontrolle ist eine QualitĂ€tssicherungsmaĂnahme, die sich nach Ihren Produkten und Gegebenheiten richtet. MĂ€ngel werden dokumentiert und mĂŒssen mit dem Lieferanten geklĂ€rt werden.
Einlagerung - Der Prozess, eingangskontrollierte Produkte in ein Lagerfach einzubuchen und physisch zu lagern. Die Einlagerung ist Abschluss des Wareneingangs. Eine fehlerhafte Einlagerung fĂŒhrt zu ungenauen LagerbestĂ€nden.
Auslagerung - Die Entnahme von Ware aus dem Lager fĂŒr KundenauftrĂ€ge, Produktion oder andere Zwecke. Die Auslagerung bucht die Ware aus dem Bestand aus. Das erfolgt automatisch im Schritt Kommissionierung oder Lieferung oder manuell. Alle Bewegungen mĂŒssen dokumentiert werden, um Bestandskonsistenz zu wahren.
Kommissionierung - Das Zusammenstellen von Produkten aus dem Lager fĂŒr einen Kundenauftrag oder eine Bedarfsanforderung. Die Kommissionierung ist zeit- und kostenintensiv. Eine fehlerhafte Kommissionierung fĂŒhrt zu Reklamationen.
Picking - Picking ist synonym mit Kommissionierung, wird aber oft fĂŒr automatisierte Prozesse verwendet. Ein effizientes Picking reduziert Durchlaufzeiten.
Inventur - Die periodische Bestandsaufnahme und ZĂ€hlung von Produkten im Lager. Eine Inventur wird ĂŒblicherweise jĂ€hrlich durchgefĂŒhrt, kann aber auch monatlich stattfinden. Das Ergebnis wird mit dem Buchbestand abgeglichen.
ZÀhlung - Die tatsÀchliche physische Erfassung und Dokumentation des Bestands wÀhrend einer Inventur. Die ZÀhlung ist manuell und fehleranfÀllig. Mit Barcodes und Strukturierung in Lagerbereiche wird die ZÀhlung prÀziser.
Bestandsdifferenz - Die Abweichung zwischen dem buchhalterisch erfassten Bestand und dem physisch gezĂ€hlten Bestand. Eine Bestandsdifferenz entsteht durch Fehler, Schwund oder Diebstahl. GröĂere Differenzen erfordern Untersuchung und Korrektur.
Lieferanten und Lieferungsverwaltung
Lieferant - Ein Unternehmen oder eine Person, die Produkte an ein anderes Unternehmen liefert. Lieferanten sind kritische Partner in der Lieferkette. Eine gute Lieferantenbeziehung ist essentiell fĂŒr stabilen Betrieb.
LieferfĂ€higkeit - Die FĂ€higkeit eines Lieferanten, bestellte Waren zum vereinbarten Termin und in vereinbarter Menge zu liefern. Eine hohe LieferfĂ€higkeit ist fĂŒr Just-in-Time Lieferungen notwendig. Geringe LieferfĂ€higkeit erfordert SicherheitsbestĂ€nde.
Lieferverzug - Eine VerspĂ€tung bei der Lieferung ĂŒber das vereinbarte Lieferdatum hinaus. Ein Lieferverzug kann betrĂ€chtliche Folgen haben.
Lieferung und Leistung- ErfĂŒllung der durch Bestellung vertraglichen Vereinbarung zur Leistungserbringung oder Lieferung. Die Dokumentation ist wichtig fĂŒr rechtliche und finanzielle Zwecke. Dies erfolgt im Wareneingang.
Teillieferung - Die Lieferung nur eines Teils der bestellten Menge, der Rest folgt spĂ€ter. Teillieferungen sind oft notwendig bei groĂen Bestellmengen oder sonstigen EngpĂ€ssen. Teillieferungen sind in den allermeisten Vertragskonstellationen zulĂ€ssig. Sie erfordern Verfolgung und separate Rechnungen.
Lieferzeit - Der Zeitraum von der Bestellung bis zur Ankunft der Ware. Die Lieferzeit ist abhĂ€ngig von Lieferant, Entfernung und Versandart. Ein VerstĂ€ndnis der Lieferzeit ist essentiell fĂŒr Dispositionsplanung. Lieferzeit in Tagen lĂ€sst sich pro Produktlieferant setzen.
Lieferfrist - Der zugesagte Zeitraum, in dem ein Lieferant die bestellten Produkte Leistet oder liefert, oft in Tagen ausgedrĂŒckt (z.B. "5 Arbeitstage"). Die Lieferfrist beginnt oft erst nach BestellbestĂ€tigung. Eine kurze Lieferfrist ermöglicht Just-in-Time Lieferung.
Rechnungswesen und Finanzen
Lagerbewertung - Die Bewertung des Lagerbestands zum Bilanzzeitpunkt, ĂŒblicherweise zu Einstandskosten dem Bestandspreis. Die Lagerbewertung ist eine kritische Bilanzposition.
Gewichteter Durchschnittspreis - Eine Bewertungsmethode, die den durchschnittlichen Bestandspreis als Lagerbewertung nutzt. Der gewichtete Durchschnittspreis wird regelmĂ€Ăig aktualisiert. Diese Methode glĂ€tet Preisschwankungen.
Chargen und Verfolgung
Charge - Ein Produktionslos oder Batch von identischen Produkten, die in einem kontinuierlichen Prozess hergestellt werden. Eine Charge wird als zusammenhĂ€ngende Einheit verwaltet und qualitĂ€tskontrolliert. Bei MĂ€ngeln kann eine ganze Charge zurĂŒckgerufen werden.
Chargennummer - Die eindeutige Identifikationsnummer einer Produktionscharge, z.B. "CH-2024-001". Die Chargennummer ist auf jedem Produkt vermerkt und ermöglicht RĂŒckverfolgung. Sie ist essentiell fĂŒr QualitĂ€tskontrolle und RĂŒckrufe.
Chargenverwaltung - Das Managementsystem zur Verfolgung und Kontrolle von Produktionschargen. Die Chargenverwaltung dokumentiert Herstellung, Lagerung und Vertrieb. Sie ist notwendig fĂŒr Compliance und QualitĂ€tssicherung.
Lot - Synonyme fĂŒr Charge; oft verwendet im Zusammenhang mit Einzelkomponenten statt Fertigprodukte. Ein Lot hat die gleichen Eigenschaften wie eine Charge. Die Begriffe werden oft austauschbar verwendet.
GTIN/EAN - Die EuropĂ€ische Artikelnummer (EAN) oder Global Trade Item Number (GTIN), ein bis zu 13-stelliger Barcode. Die GTIN ist ein internationaler Standard fĂŒr Produktidentifikation. Sie ist beim Vertrieb und in der Logistik unverzichtbar.
SKU - Stock Keeping Unit, die betriebsinterne Artikelnummer im Lagerverwaltungssystem. Die SKU unterscheidet sich oft von der GTIN und ist unternehmenseigen. Sie wird intern fĂŒr alle Lagertransaktionen verwendet.
Barcode - Ein Strichcode (1D), der Produktinformationen kodiert und mit einem Barcode-Leser ausgelesen wird. Barcodes ermöglichen schnelle und fehlerfreie Identifikation. Sie sind Standard in Lagern und SupermÀrkten.
Lager, Buchungslogik und Kostenstellen: drei getrennte Ebenen
Lagerstruktur Ă€ndern, ohne den Kontenrahmen anzufassen. Kostenstellen umorganisieren, ohne LagerplĂ€tze neu zuzuweisen. Neue Produkte anlegen, ohne sich um Buchungsregeln zu kĂŒmmern â weil die an der Warengruppe hĂ€ngen und nicht am Lager.
Das ist möglich, weil Scopevisio drei Konzepte sauber trennt.
Physischer Ort bestimmt, wo ein Produkt hingehört â nicht ungefĂ€hr, sondern konkret: eingerĂ€umt, wiedergefunden, gezĂ€hlt. Standort, Lager, Lagerbereich und Lagerplatz bilden die Struktur, an der sich jeder im Betrieb orientieren kann. Was hier liegt, liegt hier â und nirgendwo sonst.
Buchungslogik sorgt dafĂŒr, dass jede Lagerbewegung als solche exakt im Journal landet. Welches Konto beim Wareneingang, welches beim Abgang, welches bei der Inventurdifferenz â das hĂ€ngt an der Warengruppe und wird je nach Bewegungsrichtung und Dokumentenart prĂ€zise gesteuert. Die Bewertung folgt der Bewegung, nicht dem Lagerort. ZukĂŒnftig wird diese Logik weiter verfeinert: je nach Belegart können unterschiedliche Kontenstrukturen greifen, sodass die Buchung noch genauer das abbildet, was tatsĂ€chlich passiert ist.
Organisationsstruktur beantwortet die entscheidende Frage: Wer hat den Aufwand verursacht â und zwar nicht irgendwie, sondern namentlich, granular, im genauen Moment des Aufwandes. Die Kostenstelle kommt nicht aus einer SchĂ€tzung oder einer nachtrĂ€glichen Zuordnung, sondern aus dem Organigramm, direkt an die Person oder Einheit geknĂŒpft, die den Bedarf ausgelöst hat. Wenn kommissioniert wird, ist die Kostenstelle bereits da â zuverlĂ€ssig hinterlegt, automatisch referenziert.
Jede Ebene ist unabhĂ€ngig wartbar. Ănderungen in einer Dimension ziehen keine ungewollten Folgen in einer anderen nach sich.
